Bezahlter Fußballer – das ist steuerlich zu beachten

21. September 2020 at 16:45

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Professionell Fußball zu spielen, ist die Kombination von Leidenschaft und Arbeit. Sobald es jedoch zu einem Verdienst kommt, sind immer auch die steuerlichen Seiten zu betrachten. Zu unterscheiden ist hier vor allem, ob der Beruf des Fußballers in der Selbstständigkeit oder in einer Anstellung ausgeführt wird. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Angestelltenverhältnis. Wie hoch die abzuführenden Steuern sind, hängt von den Steuerklassen und den Einnahmen ab.

Die Anstellung als Mannschaftssportler

Fußballer führen einen Mannschaftssport aus und das in einer festen Anstellung. Sie verpflichten sich normalerweise für einen festen Zeitraum, in einer Mannschaft zu spielen. Anders als bei Selbstständigen, die selbst auswählen können, von wem sie Aufträge annehmen können, dürfen Fußballer mit einem Vertrag in keinem anderen Verein spielen. Vergleichbar ist dies dann mit einem normalen Angestelltenverhältnis. Auf dieser Basis erfolgt die Einteilung des Einkommens nach dem § 19 im EStG. Steuern von nichtselbstständiger Arbeit sind abzuführen.

Fußballer unterliegen den Anweisungen des Vereins, mit dem sie einen Vertrag geschlossen haben. Hier sind sie verpflichtet, ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen und sich daher an die Vorgaben zu halten. Die Arbeit ist das Training. Zudem gehört dazu die Teilnahme an Turnieren. Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass im Vertrag auch der Anspruch auf Urlaub festgehalten wird. Zudem erhalten Fußballspieler Entgeltfortzahlungen, wenn sie einmal krank werden.

Die Steuererklärung als Fußballer

Die Bezahlung des Vereins wird von einem Fußballer ganz normal als Einkommen in der Steuererklärung angegeben. Es handelt sich hierbei um die Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit. Die Zahlung der Lohnsteuer erfolgt bereits direkt durch den Verein. Die Spieler erhalten ein Nettogehalt. Mögliche Prämien, die zusätzlich für bestimmte Spiele gezahlt werden, gelten ebenfalls als Einkommen und fließen in die Berechnung der Steuern ein.

Auch Fußballer haben die Möglichkeit, ihre Steuerlast zu reduzieren. In diesem Bereich werden ebenfalls Werbungskosten anerkannt. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Fahrtkosten, die anfallen, wenn der Spieler zu einem Turnier fahren muss. Auch die Kosten für spezielle Versicherungen lassen sich an dieser Stelle absetzen. Gerade weil es recht viel zu beachten gibt, ist eine Beratung durch einen Fachmann zu empfehlen.