Probleme trotz Winter-Kaufrausch

4. Februar 2011 at 18:45

Mit Helmes, Tuncay, Ja-Cheoul, Polak, Mbokani und Orozco hat der VfL Wolfsburg in der Winterpause gleich sechs neue Spieler gekauft. Mit den Last Minute-Nachbesserungen am Kader soll der schlechten Hinrunde gegengesteuert werden. Zwei der fünf Neuzugänge geben voraussichtlich im Niedersachsen-Derby am Samstag bei Hannover 96 ihr Debüt.

Am Samstag belastete unser Coach nach der frustrierenden 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund mit seinen öffentlichen Forderungen nach Neuzugängen das Verhältnis zu Dieter Hoeneß. Am Montag besserte sich die Laune des Engländers schlagartig. Die Wölfe haben in der am 31. Januar abgelaufenen Transferperiode sechs neue Spieler verpflichtet, fünf davon in den letzten 24 Stunden bevor das Transferfenster geschlossen wurde. Unser Trainer war wieder besänftigt: „Dieter Hoeneß hatte in den letzten Wochen alle Hände voll zu tun. Er hat sieben Tage in der Woche rund um die Uhr gearbeitet, um die Mannschaft zu verstärken. Das war ein harter und schwieriger Job.“

Leicht hat es auch McClaren nicht, doch durch die vielen Neueinkäufe hat er es jetzt wieder ein wenig leichter.„Wichtig ist einfach, dass wir jetzt mehr Möglichkeiten und mehr Qualität in der Mannschaft haben“. Mit sechs Neuen hat McClaren urplötzlich die Qual der Wahl. „Wir haben jetzt endlich mehr Optionen und mehr Flexibilität“, freute er sich. Mit welcher Taktik er an das schwierige Derby gegen die Roten herangehen will, hat McClaren allerdings noch nicht verraten.

Von seinen sechs Winter-Neuzugängen könnten am Samstag, wenn das Niedersachsen-Derby der 1. Bundesliga bei Hannover 96 ansteht, mit Tuncay Sanli und Jan Polak zwei Spieler bereits ihr Startelf-Debüt geben. Der torgefährliche Sanli soll das zuletzt lahme Spiel der Wölfe vitalisieren und könnte für den verletzten Mario Mandzukic auf der linken Außenbahn spielen, während Polak für Sascha Riether spielen könnte, der wegen Knieproblemen ausfällt. Der der als Torjäger gekaufte deutsche Nationalspieler Patrick Helmes wird nach den Trainingseindrücken allerdings ebenso wenig in der Startelf erwartet wie Dieudonné Mbokani und Yohandry Orozco. Der letzte Neuzugang, Südkoreaner Koo Ja-Cheoul, wird erst in der kommenden Woche das Training beim VfL aufnehmen.

Mit den Nachbesserungen am Kader der Wölfe hat McClaren nun die Chance, die mäßige Hinrunde auszubügeln, läuft aber auch Gefahr, im Falle weiterer Misserfolge den geschwächten Kader nicht mehr als Erklärung nutzen zu können – und selbst unter Umständen als nächster ausgewechselt zu werden. McClaren wird vorgeworfen, dass es ihm seit seinem Amtsantritt im Sommer 2010 nicht gelungen ist, aus dem Kader eine harmonierende Einheit zu schaffen. Die jüngste Einkaufstour von Hoeneß, birgt nun auch die Gefahr, auch noch die letzte verbliebene Struktur in der Mannschaft zu zerstören. Zu diesem Zeitpunkt in der Saison so zu tun, als könne man einfach noch mal bei Null anfangen, ist eine Strategie, die nicht ohne Risiko ist. Nun ist es an McClaren, zu beweisen, dass er mit seiner Strategie das Ruder in letzter Sekunde noch herumreißen kann.

Für den kommenden Spieltag hat Hannover 96 eine wesentlich bessere Ausgangsposition als die Wölfe, droht allerdings auch nach der zweiten Pleite in Folge seinen Europapokal-Platz zu verspielen. Mit den Abstiegssorgen der Wölfe, die nach der Pleite vom letzten Spieltag nur noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz liegen, sind die Probleme der Slomka-Elf allerdings nicht vergleichbar. Dass beim VfL durch den Winter-Kaufrausch alles gleich besser wird, darf nämlich durchaus bezweifelt werden. So sehen auch online Sportwetten Hannover im Niedersachsen-Derby derzeit vorne.

Gerüchteküche um Dzeko-Nachfolge brodelt

17. Januar 2011 at 19:19

Nach dem Wechsel unser abtrünnigen bosnischen Torjäger Edin Dzeko zu Manchester City hört die Gerüchteküche nicht auf zu brodeln. Ein neuer Stürmer muss her. So soll der Kampf vom Klassenerhalt wieder in Richtung Titelverteidigung und Europa Liga gehen. Ganz oben auf der Liste sollen Kevin Kuranyi und Patrick Helmes stehen.

Geschätzte 34 Millionen hat der Wechsel von Dzeko in die Premier League den Wölfen eingebracht. Allerdings muss die Lücke, die der zielsichere Bosnier hinterlassen hat, auch schnellstmöglich adäquat gefüllt werden. Manager Dieter Hoeneß bestätigte, dass der Klub nach dem Transfer auf der Suche Verstärkungen für das Team sei. „Unser Ziel ist es, ein bis zwei Spieler zu verpflichten“, bestätigte Hoeneß. Steve McClaren hatte sich sogar bis zu vier neue Profis gewünscht. Vor allem „in der Offensive ist es unsere Überlegung, etwas zu tun“, erklärte unser Sportchef. Von Gerüchten und Erwartungen will man sich dabei allerdings nicht unter Druck setzen lassen. „Wir werden die Zeit nutzen, die wir haben“, so Hoeneß mit Blick auf die bis 31. Januar laufende Transferfrist.

Je mehr Zeit sich die Wolfsburg-Bosse bei ihrer Entscheidung lassen, umso mehr überschlagen sich neue Meldungen zu angeblichen Neuverpflichtungen. Es hieß gar, der derzeit für Dynamo Moskau spielende Ex-Nationalstürmer Kuranyi soll am vergangenen Freitag schon zum Medizincheck in Wolfsburg gewesen sein und stehe kurz vor der Unterschrift beim VfL. „Das ist purer Unsinn“, sagte Dieter Hoeneß dazu allerdings klipp und klar. Es gebe keinerlei Kontakt zu dem Spieler und auch kein Interesse, dementierte er.

Wie der „Kicker“ vermeldete, soll der VfL seit Längerem mit Patrick Helmes in Kontakt stehn. Dazu wollte unser Manager sich allerdings ebenso wenig äußern wie zu anderen möglichen Kandidaten: „Es gibt keine Wasserstandsmeldungen.“ Neben Helmes werden außerdem Papiss Cisse vom SC Freiburg und Kaiserslauterns Srdjan Lakic als potenzielle Neuzugänge gehandelt.

Wechselgerüchte brodeln nicht nur, was neue Spieler angeht. Zudem werden Wetten auf die möglichen Neuzugänge abgegeben und Manager Hoeneß soll außerdem auf der Suche nach einem Nachfolger für Steve McClaren sein. Auch Meldungen, denen zufolge er bereits mit Trainer Huub Stevens von Red Bull Salzburg Verhandlungen über einen möglichen Wechsel geführt habe, dementierte Hoeneß aber. „Ich wüsste es, wenn ich mich mit Stevens getroffen hätte. Das ist eine Falschmeldung.“ Neben Stevens fielen auch Namen wie Martin Jol (früher Amsterdam, HSV) oder Mirko Slomka (Hannover 96). Marcel Schäfer machte am nach dem erfolgreichen Auftakt der Bundesliga-Rückrunde am Samstag deutlich, dass er die Trainerfrage für unnötig hält: „Die Leistung beim 1:1 gegen Bayern war der beste Beweis dafür.“

Kein Weg aus der Krise

20. Dezember 2010 at 17:44

Das 2:2 gegen Hoffenheim hilft dem VfL nicht aus seiner Krise. Nach der unverhofften Aufholjagd der Wölfe gegen 1899 Hoffenheim nach 0:2- Rückstand waren die enttäuschten Fans zumindest teilweise versöhnt und der Trainer vorerst vor dem Rauswurf sicher.

Die letzte Wolfsburger Partie der Bundesliga-Hinrunde wurde bereits vor dem Anpfiff von Schmährufen begleitet. „Wir wollen euch kämpfen sehen“, waren die Fans zunächst noch ganz leise zu hören. Doch die Aufforderung der Fans schien im Nichts zu verlaufen, und so wurden die Rufe im Verlauf des Spiels lauter und wütender: „Wir haben die Schnauze voll“, beschwerten sich die aufgebrachten Fans in der ersten Halbzeit, in der die überforderten Wölfe zwei Gegentore hinnehmen mussten, aber selbst nicht zum Zug kamen.

Der Ärger der Fans richtete sich allerdings nicht gegen den Coach, sondern gegen die Spieler und unseren Manager. „Hoeneß raus“, schallte es aus der Fankurve. Nicht Hoeneß’ Job scheint allerdings in Gefahr zu sein, sondern der unseres Trainers. Das sechste sieglose Spiel in Folge ist es nun schon für den VfL und das 2:2 gegen die TSG Hoffenheim dürfte unseren Trainer weiter um seinen Job zittern lassen. Denn am letzten Spieltag der Hinrunde sahen unsere Jungs schon wie der sichere Verlierer aus. Erst ein Last-Minute-Tor von unserem Torjäger Edin Dzeko bewahrte den Klub vor einer weiteren Pleite – und Steve McClaren wohl zumindest vorerst vor dem Rauswurf.

„18 Punkte und Platz 14 sind keinesfalls das, was wir uns vorgestellt haben.“ Diese Botschaft hatte Aufsichtsrats-Chef Francisco Javier Garcia Sanz den Spielern vor dem Heimspiel mit auf den Weg gegeben. Beim Hauptsponsor Volkswagen erwartet man große Ergebnisse vom VfL, und der Spanier machte klar, dass diese Erwartungen bisher nicht einmal ansatzweise erfüllt wurden. Doch zunächst schienen die verunsicherten VfL-Spieler nicht in der Lage sein, die Vorgaben des Geldgebers umzusetzen, und fanden bei eisiger Kälte schlecht in die Partie. Die Gäste wirkten von Beginn an bissiger, und was auch immer die Wolfsburger Angreifer anstellten, die Hoffenheimer waren meistens einen Schritt schneller. Doch erst in der 34. Spielminute konnten die Gegner ihre Überlegenheit auch umsetzen, als der vom FC Bayern umworbene Luiz Gustavo aus 25 Metern traf. Kein Wunder, dass sie den treffsicheren Brasilianer in Hoffenheim nicht ziehen lassen wollen.

Mit versteinerter Miene musste unser Manager mit ansehen, wie die Gäste ihre Führung durch Gylfi Sigurdssons Treffer (40.) weiter ausbauten, der damit sein sechstes Saisontor erzielte. Für die Wölfe war es der 25. Gegentreffer in dieser Spielzeit und sie gerieten zum Ende der ersten Halbzeit empfindlich in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel brachte McClaren Grafite in die Partie, was jedoch zunächst nicht aufzugehen schien. Unter den immer wütender werdenden Fans schienen sich die Gastgeber in ihr Schicksal zu fügen.

Erst eine Viertelstunde vor Schluss wendete sich das Blatt plötzlich doch noch. Diego verkürzte für die Wölfe, und plötzlich war das Team wie ausgewechselt, während die bis dahin souveränen Hoffenheimer ohne den wegen einer Adduktorenverletzung ausgewechselten Luiz Gustavo ratlos schienen. Mit neuer Energie drängten die Grün-Weißen nun auf den Ausgleich und eine Aufholjagd setzte sich in Gang, die Edin Dzeko in der 90. Minute mit dem 2:2-Ausgleich erfolgreich beendete. Zu mehr als einem Unentschieden reichte es allerdings nicht mehr.

Dank der furiosen Schlussviertelstunde ist McClarens Schonfrist nun verlängert, gerettet ist unser Coach aber noch lange nicht. In der Tabelle ging es nach dem Remis immerhin um einen Platz rauf auf Rang 13. Nach dem sechsten Unentschieden in Folge sagte McClaren aber auch: „Wir werden uns zusammensetzen und die Hinrunde reflektieren. Wir müssen sicherstellen, dass die Rückrunde nicht so verläuft wie die Hinrunde.“ Ob er an der erhofften Aufholjagd in der Rückrunde noch beteiligt sein wird, ist unklar und dürfte vor allem vom Ausgang des letzten Spiels vor der Winterpause am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus abhängen.

Enttäuschung nach Nullnummer gegen Werder Bremen

6. Dezember 2010 at 22:44

Eine Nullnummer mit zwei verschossenen Elfmetern: Der VfL Wolfsburg und Werder Bremen trennten sich am 15. Spieltag in der Wolfsburger Arena 0:0 und bleiben beide im tiefen Mittelmaß der Fußball-Bundesliga stecken. Chancen ließen beide Teams ungenutzt. Für Aufruhr sorgte nach der unbeeindruckenden Partie nur einer: ein schmollender Dzeko.

Seit fünf Bundesliga-Spielen schon warten die Wölfe vergebens auf einen Sieg. Das selbst formulierte Ziel von 25 Punkten bis zur Winterpause ist damit selbst bei Siegen in Kaiserslautern und im letzten Heimspiel des Jahres gegen 1899 Hoffenheim nicht mehr erreichbar. Auch Werder Bremen startete am Samstag mit nur einem Dreier aus den letzten sieben Partien nicht unter idealen Voraussetzungen.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena traf unser Spielmacher Diego erstmals auf seinen alten Klub und war zu Beginn des Spiels der auffälligste Spieler. Seine Aktionen verliefen allerdings ins Leere. Doch außer dem der selbst von den Bremer Fans mit Applaus begrüßten Regisseur war der Wolfsburger Sturm mit Mario Mandzukic für den angeschlagenen Grafite harmlos und konnte sich gegen die Bremer Abwehr kaum durchsetzen. Zu viele Fehlpässe im Mittelfeld verhinderten gute Aktionen. Das reichte auch dem Publikum schließlich, das einen Fehlpass von Kapitän Edin Dzeko mit Pfiffen beantwortete.

Aber auch die Bremer Offensive war ohne den weiterhin verletzten Torjäger Claudio Pizarro und den gesperrten Hugo Almeida nicht gefährlich. Einzig Marko Arnautovic war positiv hervorzuheben, konnte sich aber nur selten durchsetzen. Die beste Bremer Möglichkeit vergab Kapitän Torsten Frings in der 74. Minute, als unser Torhüter den schwach geschossenen Foulelfmeter an die Latte lenkte. Doch die Freude währt nur kurz, denn nur zwei Minuten später setzte Edin Dzeko, der insgesamt schwach spielte, einen Foulelfmeter über das Werder-Tor.

Unser Bosnier war dann auch der einzige Grund für Aufregung nach dieser überaus unspektakulären Partie. Denn als er ausgewechselt wurde, verweigerte er zunächst unserem Coach den Handschlag, würdigte unseren Manager keines Blickes und lieferte sich dann ein Wortduell mit Hoeneß. „Er war wohl sehr enttäuscht. Da reden wir später drüber“, kündigte McClaren an. Es wird spekuliert, ob es sich dabei um eine Reaktion auf das von den Wölfen dementierte Angebot für einen Wechsel zu Real Madrid schon im Winter handelte. Manche gehen sogar so weit und spekulieren, ob Dzeko seinen Rauswurf provozieren will, um so doch bereits in der Winterpause zu den Königlichen zu wechseln. Die hatten kürzlich erklärt, dass die bereit wären, 25 Millionen Euro Ablöse für einen Wintertransfer zu bezahlen.

Doch so einfach lassen wir unseren Torjäger nicht gehen und ein wenig Frust nach einem unglücklich verlaufenen Spiel muss man auch nicht überbewerten. Eine Geldstrafe soll unser Bosnier für sein respektloses Verhalten jedenfalls nicht bekommen. Dieter Hoeneß zeigte Verständnis für das Fehlverhalten des Stürmers: „Dass er nach so einer Leistung mit sich selbst unzufrieden war, kann man gut verstehen.“ Unzufrieden war auch unser Coach: „Wir sind unglaublich enttäuscht. Die erste Halbzeit war gut. Wir haben das Spiel kontrolliert und guten Fußball gezeigt.” Für McClaren gibt es daher nur ein Ziel: „Wir müssen jetzt versuchen, die beiden letzten Spiele bis zur Winterpause zu gewinnen.“

„Wir haben überlebt“

23. November 2010 at 19:43

Von Champions League-Ambitionen keine Spur mehr: Mittlerweile freut Steve McClaren sich bereits über ein Remis gegen Aufsteiger FC St. Pauli. Erleichtert stellte unser Coach fest: „Wir haben überlebt“.

Angesichts von 18:3 Torschüssen zugunsten des Bundesliga-Aufsteigers war es fast schon ironisch, dass Spielmacher Diego nach dem von Edin Dzeko (54. Minute) ausgenutzten einzigen Fehler in St. Paulis Abwehr behauptete, es sei „mehr möglich gewesen“. Dieter Hoeneß korrigierte den Brasilianer auch umgehend. „Das 1:1 war das Maximale, was für uns heute drin war“, gab unser Manager unumwunden zu.

Bitter für die Nordlichter und deren Fans allerdings trotz der besseren Torschussbilanz: Drei Schüsse auf das gegnerische Tor genügten den Wölfen, um einen Punkt zu gewinnen. Dass dies möglich war, dazu trugen allerdings auch die Hanseaten selbst bei. „Wir haben durch eine Situation den Sieg verschenkt – und dies, weil wir uns im Abwehrverhalten so amateurhaft angestellt haben. Das darf nicht passieren, denn das wird in der Bundesliga sofort bestraft“, ärgerte sich St.Pauli-Trainer Stanislawski über den verschenkten Sieg.

Eine Unachtsamkeit in der Hamburger Abwehr nach einem Abstoß von Torhüter Benaglio reichte aus. Edin Dzeko nutzte die Gelegenheit und traf zu seinem neunten Saisontor. Zwar verhinderte unser bosnischer Torjäger so – mit einer Portion Dusel, wie man ihn sonst nur bei den Bayern kennt – den Absturz in die Abstiegszone, doch mehr als der elfte Tabellenplatz sprang für uns dabei trotzdem nicht heraus. „Wir wollten unbedingt drei Punkte holen. In der ersten Halbzeit sind wir gar nicht ins Spiel gekommen. Da fehlte die Aggressivität, wir waren immer zu spät. In der 2. Halbzeit war es viel besser, aber leider hat es nur zu dem einen Punkt gereicht“, sagte der Bosnier. „15 Punkte nach 13 Spielen sind natürlich nicht das, was unser Ziel ist“, das musste auch Dzeko unumwunden zugeben.

Während unser Trainer sich freute, dass seine schwachen Wölfe durch das Remis noch Schlimmeres verhindern konnten, war der Ärger bei den Kiezkickern groß. Umgekehrt war man dort mit dem Spiel zufrieden – abgesehen von dem dummen Abwehrfehler, der zum Gegentor gefühlt hatte – nicht jedoch mit dem Ergebnis, und man ärgert sich über die verpasste Riesenchance, sich mit einem Sieg etwas Luft zu den Abstiegsplätzen der Bundesliga zu verschaffen. Die Hamburger belegen derzeit mit 14 Punkten Rang 14.